Jedes Lied beginnt als ein Gefühl, für das ich noch keine Worte habe, eine Erinnerung, die Heilung braucht. „I Do It Anyway“ (Ich mache es trotzdem), ist mein Lebensmotto. Wenn Dir meine Art, Musik zu machen, gefällt und Du mich motivieren möchtest, kannst du über diesen Link eine Spende zu mir schicken.
Der Song erzählt von einem entscheidenden Moment der inneren Befreiung. Es ist die Geschichte einer Person, die es leid ist, ein Gefangener ihrer eigenen Ängste zu sein.
Die alten Muster, die kennen mich schon
Sie wecken Ängste, Tag für Tag
Ich spür den Druck, ich hör den Alarm
Doch heute mach ich nicht mehr mit.
Ich such in mir nach einem Punkt
Der still und ganz sicher ist.
Hier ist mein sicherer Ort. (Ganz in mir)
Nichts kann mir hier etwas tun.
Ich halt den Anker fest und atme tief.
Hier kann ich ICH SEIN
Neues spürn.
Ich bin geschützt. Ich bin bei mir.
Von hier aus schau ich auf den Sturm
Der draußen tobt in alter Form.
Ich bleib ganz ruhig, ich bleib ganz klar
In meiner Mitte, nur das ist Wahr.
Mit jedem Atemzug, so leicht
Wird was verletzt hat, weich.
Hier ist mein sicherer Ort. (Ganz in mir)
Nichts kann mir hier etwas tun.
Ich halt den Anker fest und atme tief.
Hier kann ich ICH SEIN
Neues spürn.
Ich bin geschützt. Ich bin bei mir.
Die Angst darf da sein.
Sie hat nicht mehr das Wort
Stück für Stück, ganz sacht
Verändert sich die alte Nacht.
Ein neues Netz aus Licht und Mut
Wächst in mir und das ist gut.
Mein sicherer Ort.
Die Liebe in mir.
Hier bin ich frei, im jetzt und hier.
Ich bin geschützt…
Ich bin bei mir…
Die Reise beginnt in der Vertrautheit des Leids: Die „alten Muster“ sind zu laut gewordenen Untermietern im eigenen Kopf geworden, deren Alarmglocken täglich läuten. Doch an diesem Tag geschieht etwas Neues – nicht die Angst ist stärker, sondern der Entschluss: „Doch heute mach ich nicht mehr mit.“
Von diesem Punkt an geht die Reise nach innen. Die Suche führt zu einem vergessenen, unerschütterlichen Kern: dem sicheren Ort. Das ist kein Fluchtpunkt, sondern ein Akt der Selbstbehauptung. Von dieser inneren Festung aus kann der Sturm der alten Emotionen erstmals von einem Ort der Sicherheit aus beobachtet werden, ohne mitgerissen zu werden. Die Atmung, einst flach vor Angst, wird zum Werkzeug der Veränderung – sie macht das Verletzte weich.
In der Brücke kommt die tiefste Einsicht: Der Kampf ist vorbei. Die Angst wird nicht mehr bekämpft, sondern ihrer Macht enthoben – „Sie hat nicht mehr das Wort.“ Was folgt, ist ein sanfter, aber unaufhaltsamer Wandel: Die „alte Nacht“ weicht, und an ihrer Stelle wächst ein „neues Netz aus Licht und Mut“. Es ist die neuronale und spirituelle Metapher für Heilung.
Die Geschichte endet nicht mit einem lauten Triumph, sondern mit der friedvollen, sicheren Ankunft in sich selbst. Die letzte Zeile – „Hier bin ich frei, im jetzt und hier“ – ist kein Wunsch, sondern eine feststellende Wahrheit. Es ist die Geschichte davon, wie man vom Opfer der inneren Umstände zum Architekten des inneren Friedens wird.